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Vom Loslassen

Wann hast du dich das letzte mal wirklich frei gefühlt? Frei von Erwartungen anderer? Frei von deinen eigenen Erwartungen? Frei von vergangenen Themen? Frei von Menschen, die dir nicht gut tun? Frei von vermeintlichen Fehlern? Frei von Scham? Frei von Angst?

Um Freiheit zu erlangen müssen wir lernen, loszulassen. Nur wenn wir es erlauben, Dinge weiterziehen zu lassen, können wir uns entfesseln und pure Freiheit empfinden.

Sowie die Bäume im Herbst ihr Blattkleid färben und schließlich fallen lassen, dürfen auch wir Mut zu Veränderung haben. Mut, verfärbte Blätter abzulegen und damit Raum für Neues zu schaffen. Und wie schön sind bitte die bunt gefärbten Blätter, die im Herbst unsere Laune erhöhen? Wie schön ist der Kreislauf der Natur, der Altes gehen lässt, um Neues zu erlauben? Wie schön ist das Gefühl, im Frühjahr die neuen Blätter und Blüten sprießen zu sehen? Und wie schön ist es zu wissen, dass jedes abgelegte Blatt zurück in die Natur fließt und neues Leben ermöglicht?

Die wahre Bedeutung von Loslassen

Loslassen heißt nicht, aufzugeben. Es heißt nicht, zu kapitulieren oder andere gewinnen zu lassen. Es heißt nicht, einen Schritt zurück zu machen oder etwas zu verlieren. Es heißt nicht, sich selbst zu verraten oder sich den Rücken zu kehren. Es heißt nicht, etwas zu verdrängen oder zu vergessen.

Loslassen heißt zu akzeptieren, was ist. Platz zu machen für neue Samen, neue Knospen, neue Blüten. Platz für neue Farben und noch mehr Raum für das persönliche Wachstum. Platz für verdrängte Gefühle, neue Perspektiven und bedingungslose Liebe. Platz für dich, so wie du wirklich bist.

Deshalb ist loslassen auch nicht nur eine einmalige Sache. Wie die Natur leben auch wir in einem Kreislauf von akzeptieren, loslassen und weitermachen. Würden wir nicht loslassen, würden wir stillstehen. Uns nicht entwickeln. Uns einschränken. Uns den Raum nehmen, den wir so sehr verdienen. Den Raum, der uns zusteht.

Wenn wir loslassen, entscheiden wir uns nicht unbedingt gegen etwas – sondern viel mehr FÜR etwas. Das dürfen wir nicht vergessen, auch wenn es sich im Moment vielleicht nicht so anfühlt.

Wie also können wir loslassen?

Loslassen beginnt immer mit einem wichtigen Schritt – der Akzeptanz. Erst wenn wir die Situation akzeptieren wie sie ist, werden wir wirklich loslassen und Freiheit empfinden können. Akzeptanz wiederum bedeutet nicht, dass wir alles verdrängen oder vergessen. Viel mehr geht es darum, okay damit zu sein. Denn in 99% der Fällen können wir ohnehin nichts mehr ändern. Wir können wütend sein. Traurig. Enttäuscht. Und doch ist die Situation so wie sie eben ist. Und erst wenn du das erkennst, wirst du akzeptieren, damit du im nächsten Schritt weitermachen kannst.

Akzeptiere, dass nicht immer alles nach Plan läuft.
Akzeptiere, dass du immer wieder Fehler machen wirst.
Akzeptiere, dass auch andere Menschen Fehler machen.
Akzeptiere, dass das Leben nicht immer vorhersehbar ist.
Akzeptiere, dass jeder Moment am Ende eine neue Türe öffnet.
Akzeptiere, dass deine Erfahrung nicht das Ende der Welt bedeutet.
Akzeptiere, dass dein Mut loszulassen genau die Energie freisetzen wird, die du für den nächsten Schritt benötigst.

Keine Frage: Unangenehme Wahrheiten anzunehmen ist nicht einfach. Es tut weh. Es macht Angst. Loslassen bedeutet, sich dieser Angst zu stellen. Und ja, wenn du loslässt, wird danach vielleicht eine Lücke entstehen. Eine Lücke, wo zuvor die Person, das Gefühl oder was auch immer du loslassen möchtest zuvor seinen Platz hatte.

Jetzt heißt es: Vertrauen und dich dem Wissen hingeben, dass keine Lücke ewig besteht. Mit diesem Wissen und dem Aushalten dieser Zwischenstation wirst du vieles gewinnen. Nämlich Frieden, Erleichterung und vor allem: Freiheit. 

Deshalb fang an zu akzeptieren. Richte den Fokus auf etwas Neues. Denke an all die Dinge, die du durch das Loslassen gewinnen wirst. Fühl dich rein in den Moment, wenn du wieder deine reine, pure Freiheit empfindest. Visualisiere den Menschen, der du sein wirst. Und lass zu, dass Veränderung in dein Leben tritt.

Reflexionsfragen & Journaling Prompts zum Thema Loslassen:

  • Was hält mich noch davon ab, loszulassen? 
  • Was gewinne ich, wenn ich loslasse?
  • Was verliere ich, wenn ich nicht loslasse?
  • Wem muss ich verzeihen, um wirklich loslassen zu können?
  • Wie fühlt sich dein Zukunfs-Ich, das bereits losgelassen hat?
  • Was würdest du einem Freund raten, der loslassen muss?

Du möchtest mehr über das Thema Loslassen erfahren und dich intuitiv damit beschäftigen? Dann lade ich dich herzlich zu meinem nächsten Write to Grow Workshop in München ein:

Wann? 10.11.2024 von 15:00-17:00 Uhr
Wo? The Brave Space München

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Ich freue mich auf dich!

❥ Janina

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