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Die Bank des Lebens: Sinnvoll investieren – in sich selbst

Glücklich sein oder erfolgreich? Eine große Freundesgruppe oder lieber eine tiefe Seelenverwandtschaft? Finanzielle Freiheit oder Freiheitsgefühl? Im Leben bewegen wir uns zwischen vielen Bereichen, die unsere Aufmerksamkeit verlangen. Wir werden hin- und hergerissen, wollen überall einen Fuß in der Türe haben. Am liebsten alles vereinen – Freunde, Liebe, Geld, Gesundheit und Co.

Aber die Komplexität des Lebens macht es schwer, allen Bereichen gerecht zu werden. Manchmal zieht uns der eine Bereich tief in sein Zimmer und hält uns dort fest, so dass ein anderer Bereich seine Tür nach und nach verschließt. Manchmal verirren wir uns im Flur. Einmal gefangen in einem endlos erscheinenden Gang – manche nennen es Hamsterrad – scheinen plötzlich alle Türen verschlossen. Wir haben keine Kraft mehr, sie wieder zu öffnen. Wir vernachlässigen einen Raum, vielleicht auch mehr. Vielleicht unsere sozialen Beziehungen. Vielleicht unsere Gesundheit. Vielleicht sogar den Sinn unseres Lebens.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, wer schwer diese Balance sein kann. Die Balance, ein Haus mit so vielen Zimmer zu pflegen – ohne sich selbst dabei zu verlieren. Wie können wir also das Haus unseres Lebens mit all seinen Zimmern in Ordnung halten? Wie schaffen wir eine Balance, die alle Türen offen hält? Ohne uns zu überfordern?

Das Konzept der Bank des Lebens

Durch den Roman „Sophias Geheimnis“ von Autorin Katja Kruckeberg bin ich auf das Konzept der „Bank des Lebens“ gestoßen. Die Bank wird im Buch genutzt, um zu veranschaulichen, worum es im Leben wirklich geht. Sie steht metaphorisch für die wichtigsten Bereiche, die unsere Aufmerksamkeit brauchen. Eine Bank, in der es nicht um Geld geht. Sondern um die Zeit, die wir investieren.

Ein schöner Gedanke, wie ich finde. Die Bank des Lebens ist für mich eine perfekte Veranschaulichung unserer Lebensbereiche und die Zeit, die wir für sie bereitstellen (sollten). Vor allem in unserer schnelllebigen Welt, in der es von „Zeit“ immer weniger zu geben scheint. Dabei werden im Roman fünf „Großkonten“ beschrieben, die jeder Mensch bei seiner Bank des Lebens anlegen und langfristig pflegen sollte:

  • Gesundheit
  • Arbeit
  • Beziehungen
  • Finanzen
  • Psyche

Wenn wir uns diese Konten für unser eigenes Leben vorstellen, können wir leichter wahrnehmen, wo wir bereits gut investieren – und wo zu wenig. Vielleicht gibt es sogar Konten, die im Minus sind. Denn wie im Roman sehr gut verbildlicht, gibt es natürlich nicht nur Einzahlungen, sondern auch Abhebungen. 

Gut investierte Zeit zahlt auf ein Konto ein. Wir fühlen uns dann in diesem Bereich wohl. Lassen wir ein Konto jedoch verstauben, kann sich unser Guthaben nicht erhöhen – und wird vielleicht sogar an Wert verlieren. Deshalb geht es wie so oft um die Balance – ein gesundes Maß an Einzahlungen und Abhebungen. Im besten Falle so, dass der Wert der Konten kontinuierlich steigt.

Reflexion: Wie steht’s um deine Lebenskonten?

Soweit, so gut. Lass uns nun schauen, wie wir das Konzept auf unser Leben anwenden können. Am besten schnappst du dir ein Blatt Papier und einen Stift. Zeichne dort die wichtigsten Konten deines Lebens auf – es können auch mehr als die genannten fünf aus dem Roman sein. Vielleicht hilft dir auch das sogenannte „Wheel of Life“ – ein ganz ähnliches Konzept, zu dem es online viele Vorlagen gibt.

Um die genannten Bereiche der Bank des Lebens in deinem eigenen Leben genauer zu betrachten, kannst du dir die folgenden Reflexionsfragen stellen. Notiere dir dabei auf deinem Blatt, wie gut du bereits in den Bereichen investierst – und wo noch Luft nach oben ist.

1. Gesundheit

  • Wie gut kümmere ich mich derzeit um meine körperliche Gesundheit?
  • Welche Gewohnheiten tragen positiv zu meinem Wohlbefinden bei, und welche schaden mir möglicherweise?
  • Gibt es gesundheitliche Ziele, die ich mir setzen möchte, wie z.B. mehr Bewegung, eine gesündere Ernährung oder regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen?
  • Wie kann ich besser auf meine geistige Gesundheit achten, z.B. durch Stressmanagement, ausreichend Schlaf oder mentale Entspannung?

2. Arbeit

  • Fühle ich mich in meiner aktuellen beruflichen Situation erfüllt und herausgefordert?
  • Welche Aspekte meiner Arbeit geben mir Energie – und welche rauben sie mir?
  • Wie gut gelingt es mir, Beruf und Privatleben in Einklang zu bringen?
  • Welche beruflichen Ziele habe ich für die Zukunft und was kann ich heute tun, um ihnen näher zu kommen?
  • Gibt es Weiterbildungen oder neue Fähigkeiten, in die ich investieren möchte, um beruflich zu wachsen?

3. Beziehungen

  • Wie zufrieden bin ich mit meinen aktuellen Beziehungen zu Familie, Freunden und Kollegen?
  • Gibt es Beziehungen, die mehr Pflege und Aufmerksamkeit brauchen?
  • Wie gut kann ich meine Bedürfnisse und Gefühle in meinen Beziehungen kommunizieren?
  • Wie viel Zeit und Energie investiere ich in den Aufbau und die Pflege von bedeutungsvollen Verbindungen?
  • Gibt es Menschen, mit denen ich mehr Zeit verbringen möchte, oder Beziehungen, die ich loslassen sollte?

4. Finanzen

  • Wie sicher fühle ich mich in Bezug auf meine finanzielle Situation?
  • Habe ich klare finanzielle Ziele, wie z.B. Sparen, Investieren oder Schuldenabbau?
  • Wie gut kenne ich meine monatlichen Ausgaben und Einnahmen?
  • Gibt es Möglichkeiten, wie ich besser mit meinem Geld umgehen kann, um langfristige Sicherheit und Freiheit zu schaffen?
  • Wie investiere ich in meine finanzielle Bildung, um bessere Entscheidungen treffen zu können?

5. Psyche

  • Wie ausgeglichen und zufrieden fühle ich mich auf emotionaler und mentaler Ebene?
  • Welche Gedanken und Überzeugungen prägen mein tägliches Leben – sind sie positiv oder negativ?
  • Wie gehe ich mit Stress und Herausforderungen um?
  • Welche inneren Ressourcen habe ich, um meine Psyche zu stärken, wie z.B. Selbstreflexion, Meditation oder Gespräche mit vertrauten Personen?
  • Was kann ich tun, um mehr innere Ruhe und Klarheit in mein Leben zu bringen?

Nimm dir für diese Reflexionsübung ruhig etwas mehr Zeit. Bestimmt wirst du viele Dinge erkennen und auch schon Ideen für positive Investitionen haben. Jetzt heißt es nur noch: Dranbleiben. Denn wie beim richtigen Anlagekonto geht es um langfristigen Vermögensaufbau.

Das heißt übrigens nicht, dass du nie „abheben“ darfst. Natürlich ist es okay, in einem Bereich mal etwas weniger Energie zu haben. Es ist okay, sich etwas zu gönnen. Es ist okay, Spaß zu haben und falsche Entscheidungen zu treffen. That’s life! Solange du am Ende eine ausgewogene Balance hast und dich damit wohl fühlst, darfst du deine Bank des Lebens ganz nach deinen Wünschen gestalten.

Tipp: Wenn du deine persönliche Entwicklung in deinen Lebensbereichen verfolgen willst, stelle dir die obigen Fragen jedes Jahr und vergleiche, wie sich deine Konten verändert haben. Viel Spaß beim Investieren!

Über das Buch „Sophias Geheimnis“

„Sophias Geheimnis“ von Katja Kruckeberg ist ein inspirierender Roman über Sophia, eine junge Frau auf der Suche nach einem erfüllten und sinnvollen Leben. Nach einer Phase persönlicher Herausforderungen und Unzufriedenheit begegnet sie einem weisen Mentor, der sie in das Konzept der „Bank des Lebens“ einführt. Dieses Modell zeigt ihr, wie sie in fünf zentrale Lebensbereiche – Gesundheit, Arbeit, Beziehungen, Finanzen und Psyche – investieren kann, um ein ausgeglichenes und glückliches Leben zu führen.

Auf ihrer Reise lernt Sophia, bewusst Entscheidungen zu treffen, die ihr Wohlbefinden und ihre Zufriedenheit steigern. Der Roman ist nicht nur eine fesselnde Geschichte, sondern auch ein praktischer Ratgeber für alle, die ihr Leben aktiv gestalten und mehr Erfüllung finden möchten. Ich kann es nur wärmstens empfehlen und bedanke mich an dieser Stelle bei BUCH CONTACT für das Rezensionsexemplar.

❥ Janina

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