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❥ Warum Vergebung so wichtig ist

Jeder von uns wurde schon mal verletzt. Wer jetzt den Kopf schüttelt, der belügt sich selbst oder hatte bisher wirklich großes Glück. Manchmal sind es Kleinigkeiten, die uns kurz ins Herz zwicken. Manchmal sind es Wunden, die tiefe Narben hinterlassen. Egal ob ein Streit mit der Mutter,  ein fieses Wort der besten Freundin oder ein Korb vom Traummann – solche Verletzungen tun weh. Sogar höllisch. Und auch wenn es nur ein Versehen, ein Missverständnis oder ein Scherz war, vergeben fällt immer wieder schwer. Dabei ist Vergebung das A und O, sowohl für sich selbst, als auch für dein weiteres Leben.

Wenn uns jemand verletzt, fühlen wir uns ausgenutzt. Jemand hat unsere Gefühle missachtet und ist auf unserem Herzen Trampolin gesprungen. Autsch! Unsere Reaktion ist entweder betretenes Schweigen, feurige Wut oder Gleichgültigkeit. Das kann unser Leben schon mal ganz schön auf den Kopf stellen. Die Laune sinkt, die Zweifel steigen. Wir machen uns Gedanken darüber, warum wir verletzt wurden. Lag es etwa an mir? Habe ich was falsch gemacht? Warum hasst er/sie/es mich so sehr?

Diese Sorgen schlagen oft in Wut oder Trotz um. An Vergebung denken wir ganz sicher nicht, das hat unser Feind nicht verdient. Aber ist dieser Feind nicht eigentlich ein Freund? Oder sogar ein Verwandter? Ist das Problem wirklich so groß, dass es nicht beseitigt werden kann? Natürlich muss der Schmerz erstmal verdaut werden. Doch trotz allem sollten wir versuchen, zu verzeihen. Warum? Darum:

Vergebung lässt dich weiterleben. Du bist verletzt, du bist sauer. Du bist ständig schlecht gelaunt und wirst den Konflikt immer irgendwo im Hinterkopf haben. Deshalb ist es so wichtig mit der Person zu reden und die Wunden zu akzeptieren. Nur so kannst du dein Leben weiterleben, ohne ständig in der Vergangenheit zu stecken. Wenn du immer nur in vergangenen Tagen und alten Problemen wühlst, wirst du mit neuen Herausforderungen nicht mehr so leicht klar kommen. Durch Vergebung kannst du vorwärts gehen und die Vergangenheit hinter dir lassen. Dadurch bist du offener für Neues und hast weniger Angst davor zu versagen.

Vergebung lässt dich deine Beziehungen überdenken. Gib dir einen Ruck, frage direkt warum du verletzt wurdest und was dein Freund/Bekannter/Verwandter damit erreichen wollte. Hör dir die gegnerische Perspektive an. In vielen Fällen wirst du feststellen, dass die Wunde gar nicht so tief ist, sondern mehr ein Placebo Effekt war, in den du dich hineingesteigert hast. Solltet ihr immer noch nicht auf einen Nenner kommen, solltest du überlegen, ob dir die Person vielleicht doch nicht so gut tut, wie du immer dachtest. Freundschaften kommen und gehen. Manchmal, wenn es einfach nicht mehr passt, ist es besser im Guten auseinander zu gehen, als sich ewig selbst und gegenseitig zu belügen. Sei also ehrlich zu dir selbst und ehrlich zu deinem Gegenüber, ihr könnt beide nur davon lernen.

Vergebung ist keine Niederlage. Viele denken, dass vergeben bedeutet nachzugeben. Niemand wird gerne als schwach angesehen und jemanden einen Fehler zu verzeihen wird eben oft als Schwäche angesehen. Doch mit einem Friedensangebot beweist du genau das Gegenteil: Mut. Du zeigst, dass du bereit bist über deinen Schatten zu springen und bereit bist weiterzumachen. Das ist wahre Stärke und auch derjenige, der dich verletzt hat, wird dankbar sein, dass du diesen Schritt wagst. Das verlangt zwar ein bisschen Überwindung, aber wird sich am Ende mit Sicherheit lohnen!

Du bist verantwortlich für dein Glück. Und wirklich glücklich kannst du nur sein, wenn du mit dir und deinen Mitmenschen im Reinen bist. Auch wenn wir uns einreden, dass wir auch ohne eine bestimmte Person klarkommen, beschäftigt uns immer wieder die Frage, ob es nicht vielleicht doch eine Lösung gegeben hätte. Beschütze dich selbst davor, später dein Handeln zu bereuen.

❥ Janina

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18 thoughts on “❥ Warum Vergebung so wichtig ist Hinterlasse einen Kommentar

  1. Sehr schöner Beitrag ❤
    Ich muss sagen, dass Vergebung gerade in jüngeren Jahren etwas war, das mir nicht gerade leicht gefallen ist. Mittlerweile hat sich das etwas verbessert (glaube ich…), denn irgendwie hat Vergebung ja auch sehr viel mit der eigenen inneren Ruhe zutun.
    Wer nicht vergibt, der setzt sich selbst so viel innerem Stress aus. Das muss ja nicht sein 🙂

    Gefällt 1 Person

  2. Wen wir nicht vergeben können, sind wir gute Opfer. Wir spüren dann immer wieder Wut und Zorn wegen dem, was mit uns gemacht wurde. Ich für mich hab beschlossen auf meine eigene Art und weise auf einen Gefuhlspunkt zu kommen wo es neutral ist. In fünf Jahren lachen wir darüber. An dem Satz ist echt was dran. Welchen Anteil hatte ich am Geschehen dass es bspw. Beruflich eskaliert ist? An welcher Stelle hätte ich mich rückblickend anders verhalten können?

    Gefällt 2 Personen

  3. Was für ein schöner Post.
    Deine Wortwahl und auch dein Bild rühren mich sehr an.
    Werde das Thema in Ruhe sacken lassen und es dann hoffentlich auch wagen.
    Liebe Grüße
    Sassi

    Gefällt 1 Person

  4. Ich denke, jeder Mensch, egal, was für schlimme Sachen er dir oder sonst jemandem angetan hat, sollte eine zweite Chance bekommen. Deswegen ist es sogar notwendig zu vergeben. Und ja, Vergebung bedeutet nicht unbedingt Schwäche, sondern eher Stärke, weil man dem anderen die Chance auf eine besserung gibt
    Viele Grüße

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