Zum Inhalt springen

Von Gänseblümchen und Verbundenheit

Gestern saß ich mit einer Freundin im Gras. Wir sprachen über die Verbundenheit mit der Natur und all den Dingen, die uns umgeben.

Sie sagte: „Ich bin das Gänseblümchen und das Gänseblümchen ist ich.“

Was im ersten Moment romantisiert klingt, vielleicht sogar abergläubisch, bescherte mir eine Gänsehaut. Denn in diesem Satz steckt der Kern unseres Seins.

Ich habe 25 Jahre gebraucht, um zu verstehen, dass wir nicht einfach nur Individuen sind, die zufällig auf die Welt kommen und hier für einen Moment verweilen. Wir sind nicht einfach nur Menschen, nicht einfach nur Freunde, nicht einfach nur Geschwister. Wir sind nicht hier, um einen Sinn zu finden, dem Glück nachzueifern oder uns zu beweisen. Wir sind nicht dazu gemacht, uns zu beschimpfen und zu bekriegen. Wir sind nicht hier, um uns von einer Gehaltserhöhung zur nächsten zu kämpfen. Es ist nicht unsere Aufgabe, perfekt zu sein und uns von anderen verbiegen zu lassen. Es geht nicht um den Menschen als Einzelkämpfer.

Was wir sind ist eine unfassbar schöne, kluge und einzigartige Expression des Universums.

Denk mal drüber nach: Vor etwa 14 Milliarden Jahren waren alle Galaxien und alles, was unser Universum ausmacht, ganz dicht aneinandergepresst und etwa so groß wie ein Stecknadelkopf. Mit dem Urknall begann die Expansion. Das Universum dehnte sich immer weiter aus. Die Überreste explodierter Sterne formten sich zu Planeten, Pflanzen und Lebewesen. Unsere Körper, unser Gewebe unsere Knochen – alles besteht aus Sternenmaterial, das vor unzähligen Jahren entstanden ist. Es ist also kein Hokuspokus zu sagen, dass wir aus Sternenstaub bestehen (google it!).

Nichts in unserem Universum geht jemals verloren. Alles fließt in einem ewigen Kreislauf. Alles ist eins und trotzdem im Wandel. Oder wie der Philosoph Heraklit sagen würde: „Einheit in der Vielheit und Vielheit in der Einheit“ (again: google it!).

Du bist also nicht nur du. Du bist Energie, Sternenstaub, die Erde, unsere Galaxie und das gesamte Universum. Du bist das Gänseblümchen. Du bist eins mit allem. Du bist verbunden. WIR sind verbunden.

Du und ich – wir sind eins. Ich kann dir nicht wehtun, ohne mich zu verletzen.

Mahatma Gandhi

Wenn du also das nächste Mal an dir zweifelst, vom Weg abkommst oder nicht weiter weißt, denke daran, dass du nicht allein bist. Und erinnere dich an das Gänseblümchen: verwurzelt und getragen von der Erde und dennoch frei, auf ganz individuelle Weise zu blühen.

❥ Janina

PS: Lebensbeat gibt’s jetzt auch auf Instagram! Schau gerne vorbei und folge mir, um nichts zu verpassen: @lebensbeat

Eine Antwort auf „Von Gänseblümchen und Verbundenheit Hinterlasse einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: