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12 Fragen, mit denen du dich trotz Krise nicht selbst verlierst

12 Selbstfindungsfragen für Krisenzeiten

Die Corona-Krise ist in aller Munde. Die Welt steht Kopf und keiner weiß, wie die ganze Sache unser Leben noch beeinflussen wird. Während wir uns in Isolation und Social Distancing üben, kommt sowohl das Beste als auch das Schlimmste in uns zum Vorschein. Solidarität und Gemeinschaft sind die zentralen Werte, die unseren Alltag heute bestimmen oder zumindest bestimmen sollten.

Die Lage ist kein Zuckerschlecken. Viele Menschen leiden erheblich unter der Einsamkeit und den Folgen der Corona-Krise. Das möchte ich auch mit diesem Beitrag nicht bestreiten oder kleinreden. Aber ich möchte auch nicht eine weitere negative Stimme sein, die erschreckende Zahlen oder schwarzmalerische Hypothesen verbreitet.

Statt den Fokus auf die Welt zu legen, möchte ich lieber unser Inneres berühren. Denn in Zeiten von Klopapier-Engpässen, Schreckensszenarien und Ausgangsbeschränkungen zeigt sich trotz all der Negativität, dass wir uns auf etwas wirklich Zentrales in unserem Leben verlassen können: nämlich uns selbst.

Natürlich fällt das Alleinsein schwer – manchen mehr, anderen weniger. Darüber habe ich ja bereits in meinem letzten Beitrag geschrieben. Aber beweisen wir uns nicht jeden Tag aufs Neue, dass wir auch ohne können? Ohne Ablenkung. Ohne Routine. Ohne Zustimmung. Ohne Entscheidungshilfe. Ohne Berührungen. Ohne Aufmerksamkeit. Ohne Zuspruch. Ohne Partys. Ohne übermäßigen Konsum. Ohne Luxus. Ohne Firlefanz. Dafür mit jeder Menge Tapferkeit und Durchhaltevermögen.

Du bist stärker als du dir eingestehst. Dein Verhalten schlägt Wellen, die deinem Auge vielleicht verborgen bleiben. Aber andere treffen sie mit voller Wucht. Und retten Leben. Du rettest Leben. Tag für Tag.

Daher sollten wir nicht nur den Superhelden in Krankenhäusern und Supermärkten zutiefst dankbar sein, sondern auch uns selbst. Dankbar dafür, dass wir in solch schwierigen Phasen auf unser Herz und unseren Verstand zählen können, auch wenn wir momentan vielleicht das Gefühl haben, dass wir uns selbst entgleiten.

Wir dürfen den Fokus nicht von der Gemeinschaft nehmen. Genauso wenig dürfen wir uns jetzt aber selbst verlieren. Denn egal, vor welche Herausforderung uns das Leben stellt: Das „Wir“ ist nur dann erfolgreich, wenn das „Ich“ sich selbst vertraut.

Besonders in Krisenzeiten, wie wir sie gerade durchleben, versuchen wir für andere stark zu sein – und vergessen uns dabei schnell mal selbst. Mit der Folge einer eigenen kleinen Krise.

Wenn du gerade mit dir haderst, dir die Decke auf den Kopf fällt oder du einfach nicht mehr weiterweißt, kann es daher helfen, den Blick von der sich plötzlich so wirr drehenden Welt für einen Moment abzuwenden und stattdessen tief in sich hineinzuhören.

Keine Sorge, es folgt kein spiritueller Hokuspokus und auch keine Aufforderung zur Meditation. Davon gibt es auf Instagram und Co. genug. Stattdessen möchte ich dir zwölf Fragen mit auf den Weg geben, die du dir in Momenten innerer Unsicherheit selbst stellen kannst. Wie du mit den Fragen umgehst und ob du sie konkret beantwortest oder einfach nur ein paar Minuten durch den Kopf wandern lässt, liegt ganz bei dir.

Lass dich auf die Fragen ein, auch wenn sie auf den ersten Blick vielleicht banal klingen. Versuche sie abgekapselt von möglichen Erwartungen zu beantworten. Es gibt keine richtigen oder falschen Antworten. Genauso sind die Gefühle, die dich beim Nachdenken vielleicht erfüllen, für jeden einzigartig und in jeder Form legitim. Es geht um DEIN Befinden und DEIN eigenes Ich.

12 Selbstfindungsfragen für kleine Krisen in großen Krisen

  1. Wie geht es mir gerade – körperlich sowie mental?
  2. Welche Dinge, die ich gerade vermisse, brauche ich wirklich in meinem Leben?
  3. Was würde mich gerade glücklich machen? Und wie kann ich trotz Einschränkungen etwas ähnliches fühlen?
  4. Wofür bin ich in diesen Zeiten besonders dankbar?
  5. Was habe ich in den letzten Tagen erreicht – ganz ohne Hilfe anderer?
  6. Welche Dinge haben gerade Priorität in meinem Leben und wie kann ich sie auch nach der Krise beibehalten?
  7. Auf wen kann ich mich – neben mir selbst – auch in schwierigen Zeiten verlassen? Würde der andere dasselbe von mir behaupten?
  8. Wenn ich eine Nachricht mit der Welt teilen könnte, was wäre es?
  9. Wer inspiriert mich in dieser Lebensphase besonders und warum?
  10. Woher kommt meine Unzufriedenheit? Würde sie ohne die Krise verschwinden oder suche ich nur einen Sündenbock?
  11. Was kann ich machen, um besser auf mich selbst zu achten?
  12. Wie werde ich nach der Krise über mein jetziges Verhalten denken?

Ich hoffe, dass die Fragen deinen Kopf ein bisschen freier machen, deine Gedanken fokussieren und den ein oder anderen Zweifel schmälern. Du besitzt bereits all die Stärke, die du für diese Zeit brauchst. Du musst nur an dich selbst glauben. Sei dankbar für deinen starken Körper, deinen lebendigen Geist, dein liebendes Herz und deine blühende Fantasie. Sie bringen dich durch die wildesten Stürme und ziehen dich aus den tiefsten Strömungen. Du musst ihnen nur vertrauen. Vertrau dir.

Janina

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