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25 Jahre, 25 Lektionen: Was mir mein Leben bisher gelehrt hat

25 Jahre, 25 Lektionen

25 Jahre. 300 Monate. 1304 Wochen. 9132 Tage. Ein viertel Jahrhundert wandle ich nun schon auf dieser Erde. Es kommt mir vor wie eine Ewigkeit und manchmal wie ein kurzer Augenblick. Die Zeit vergeht wie im Flug und doch schenkt sie unendlich viele Möglichkeiten.

An meinem 25. Geburtstag hielt ich kurz den Atmen an. 25 Jahre. In meinem Kopf ploppten Fragen auf, die nach einer Antwort zehrten: Habe ich mein Leben bisher voll ausgekostet? Habe ich meine Zeit sinnvoll verbracht? Habe ich das Leben wertgeschätzt? Ja, habe ich überhaupt schon richtig gelebt?

Im nächsten Moment zogen die buntesten Erinnerungen durch meinen Kopf. Reisen mit Freunden. Umarmungen meiner Familie. Inspirierende Gespräche. Momente der Freude und des Glücks. Sonnenstrahlen auf meiner Haut. Lachende Gesichter und schöne Seelen. Musik durchströmte meine Gedanken. Ich sah mich tanzen, singen, strahlen, lieben und geliebt werden. Sonnenuntergänge, rosafarbene Wolken, Sand unter meinen Füßen. Bunte Knospen umrahmten meine Erinnerungen. Ich atmete aus.

„Danke“, flüsterte ich in meinen Gedanken. Danke für dieses wundervolle Leben. Für meine Familie und Freunde. Für alle Abenteuer und Erinnerungen. Für die Orte, die ich entdecken durfte und die Menschen, die mir auf meiner Reise begegnet sind.

25 Jahre. Nicht alle davon waren gut. Nicht alle Tage habe ich gelacht. Nicht jede Nacht getanzt. Es gab Momente, in denen ich auf der Suche war. Augenblicke, in denen ich nicht weiter wusste. Tage, die mir die Hoffnung raubten. Ich habe geweint, mich verirrt, bin gefallen und habe verloren. Ich habe Fehler gemacht, den falschen Menschen vertraut und Vertrauen missbraucht. Mein Leben war und ist nicht perfekt.

Doch dieses viertel Jahrhundert hat mir gezeigt: Es ist okay. Es kann im Leben nicht immer nur nach oben gehen. Man muss fallen, sich selbst verlieren und sich irren, um an sich zu wachsen und zu lernen.

25 Lektionen, die ich in 25 Jahren gelernt habe

  1. Es gibt nicht nur zwei Seiten. Wir leben in einer dualen Welt, in der vieles in zwei gegensätzliche Parteien geschoben wird: arm und reich, gut und schlecht, wir und die anderen. Aber das Leben ist nicht nur schwarz und weiß. Alles bewegt sich auf einem Spektrum. Nur weil es mir nicht gut geht, heißt das nicht, dass es mir schlecht geht. Es gibt auch den Raum dazwischen und es ist absolut okay, sich irgendwo in der Mitte zu befinden.
  2. Das Leben ist eigentlich ganz leicht. Was es manchmal so schwer macht, sind meistens unsere eigenen Grenzen und Zweifel. Oft legen wir uns selbst die Steine in den Weg, über die wir stolpern.
  3. Ich muss es niemandem Recht machen, außer mir selbst. Ich lebe nicht, um die Erwartungen anderer zu erfüllen. Mein Leben gehört mir und ich kann es gestalten wie ich möchte – solange ich dabei die Freiheiten anderer respektiere.
  4. Es ist okay, Fehler zu machen. Das Leben ist nicht dazu da, perfekt geführt zu werden.
  5. Hinter jedem Sturm, wartet die Sonne. Das Leben kann hart sein, dich in die Knie zwingen und dir dein Herz aus der Brust reißen. Und auch, wenn es oft unmöglich erscheint, werden wir irgendwann wieder lachen, lieben und genießen können.
  6. Wir sind nicht alle gleich, aber gleichwertig. Jeder Mensch ist anders. Jeder besitzt seine eigene Magie, sein ganz individuelles Strahlen. Und obwohl wir unterschiedlicher nicht sein könnten, sind wir alle eins.
  7. Glück ist nicht das Ziel, sondern der Weg. Es sollte im Leben nicht darum gehen, nach Glück zu streben. Glück sollte das Mittel sein, mit dem wir uns durch das Labyrinth des Lebens kämpfen.
  8. Erfolg ist subjektiv. Für den einen bedeutet es Karriere, für den anderen eine große Familie. Erfolg ist nichts, das man vergleichen oder allgemeingültig messen kann. Wir dürfen uns eine eigene Definition von Erfolg machen.
  9. Meinungen dürfen sich ändern. Das betrifft sowohl meine eigene als auch die von anderen.
  10. Nichts ist selbstverständlich. Viel zu oft nehmen wir Dinge als selbstverständlich wahr. Doch wir vergessen dabei, wie privilegiert wir sind.
  11. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!
  12. Veränderung ist gut. Ich bin ein absolutes Gewohnheitstier. Doch manchmal dürfen (und müssen) wir uns verändern, um uns weiterzuentwickeln.
  13. Es wird nicht immer alles gut. Manchmal ist das Leben einfach Mist. Und es ist okay, nicht okay zu sein.
  14. Gesundheit ist mehr als Sport und Salat. Unser Wohlbefinden hängt mit so vielen Aspekten unseres Lebens zusammen: dem Beruf, unseren Beziehungen, unserer Psyche. Jeder Bereich verdient Respekt und Aufmerksamkeit.
  15. Ich muss nicht von allen Menschen gemocht werden. Wenige gute Freunde zählen mehr, als viele entfernte Bekannte.
  16. Selbstliebe ist (tatsächlich) ziemlich wichtig.
  17. Ich bin stärker als ich mir zutraue. Wir zweifeln viel zu oft an uns und unseren Stärken. Doch in Momenten von Unsicherheit und Angst zeigt sich: Wir können!
  18. Es gibt Wunder und sie warten darauf, entdeckt zu werden. Das Leben steckt voller Überraschungen und Magie. Es liegt an uns, die verborgene Schönheit in allem zu erkennen.
  19. Ziele zu haben ist gut, sie nicht zu erreichen auch. Es braucht keinen fixen Lebensplan, keine Stationen, die du erreichen musst. Ziele sind wichtig, aber es ist auch in Ordnung sie zu verändern oder gänzlich über den Haufen zu werfen.
  20. Die Zukunft macht eh, was sie will. Wir können nicht alles im Leben planen. Alles ist im Fluss und verändert sich. Lerne, die Wellen zu reiten, nicht den Wind zu stoppen.
  21. Die Welt ist kein schlechter Ort und früher war nicht alles besser. Auch wenn uns die viele Negativität um uns herum oft runter zieht: Der Welt geht es eigentlich ganz gut. Natürlich gibt es Krisen, Armut und Kriege. Aber Liebe und Solidarität sind heute stärker denn je. Lerne Fakten von Schwarzmalerei zu unterscheiden (Buchtipp: Factfulness von Hans Rosling).
  22. Lernen hört nicht mit der Schule auf. Unser gesamtes Leben ist ein Studium. Es stellt uns vor Herausforderungen, geht uns auf den Nerv und gibt uns jeden Tag neuen Input. Nimm alle Lektionen des Lebens wahr, denn nichts ist mehr bereichernd.
  23. Mehr ist weniger und weniger ist mehr. Im Leben geht es immer um Balance. Manchmal stellt sie sich von selber wieder ein und manchmal müssen wir ein wenig nachhelfen.
  24. Man wird (scheinbar) nie wirklich erwachsen. Das Kind in uns wird immer ein Schlupfloch finden und sich an die Oberfläche drängen.
  25. Am Ende geht es immer um die Liebe. Nicht zwingendermaßen um die romantische Variante, aber Liebe und Verbundenheit sind unsere wichtigsten Anker. Sie halten uns, wenn alles um uns zu zerfallen scheint. Sie richten uns auf, wenn wir am Boden sind. Liebe lässt uns strahlen und das Strahlen anderer erkennen.

Ich habe bestimmt nicht alle Tage sinnvoll verbracht. Ich war nicht immer perfekt. Ich habe nicht immer wertgeschätzt, was ich habe. Aber ja, ich habe gelebt. Und ich freue mich darauf, mein Leben genauso wundersam und wundervoll weiter zu führen wie bisher. Ich freue mich auf die Fehler, die ich machen werde und die nächsten Lektionen, die das Leben für mich bereithält.

Janina

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