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Warum es gut ist, Angst zu haben

Auf die Frage wovor man so richtig Angst hat geben viele ganz banale Antworten wie „Spinnen und alles was sonst noch mehr als vier Beine hat“ (ich zum Beispiel). Andere sagen vielleicht Dunkelheit, Bienen, Clowns oder sonstige Horrorfilm-Szenarien.

Doch diese Dinge sind meist nicht die wirklichen Ängste die in uns stecken. Echte Ängste stecken viel tiefer und reichen viel weiter als nur Ekel vor einem Tier oder ein bisschen Muffensausen. Manche fürchten sich davor, einsam zu sein. Andere haben Angst wegen ihrer Meinung ausgelacht zu werden. Wieder andere haben Angst vor Veränderungen oder dass ihnen alles genommen wird.

Solche Ängste stecken in jedem von uns. Jeder der behauptet er hätte vor gar nichts angst ist einfach zu stolz es zuzugeben.

Für Ängste muss man sich nicht schämen. Es ist normal Angst zu haben. Es ist sogar gut. Denn Angst zu haben bedeutet, dass du dabei bist etwas wirklich Mutiges zu machen. Es bedeutet, dass du mit klarem Verstand an die Sache ran gehst und weißt, dass es auch Risiken gibt. Du weißt, dass du auch scheitern kannst.

Sich zu fürchten ist menschlich. Niemand geht sorglos durch das Leben. Aber Angst ist nichts Reales. Sie kann nicht plötzlich vor dir stehen und dein Leben auseinanderreißen. Sie entsteht durch deine eigenen Gedanken und Gefühle. Deshalb kannst auch nur du sie kontrollieren.

„Du musst dich daran erinnern, dass Angst nicht echt ist. Es ist ein Produkt der Gedanken, die du kreierst. Verstehe mich nicht falsch, Gefahr ist sehr echt, aber Angst ist eine Entscheidung“ ~ Will Smith

Du musst deine Ängste nicht unbedingt besiegen. Sieh sie nicht als Schwächen, sondern nutze sie als Stärken. Sie holen dich auf den Boden zurück, wenn alle anderen von ihren hohen Rössern fallen.

Vielleicht dauert es länger deine Ziele in Angriff zu nehmen, wenn du ängstlich bist. Dafür wirst du sicher ankommen. Angst bedeutet auch, dass du jeden Schritt in deinem Kopf durchgegangen bist, der eintreten könnte. Du bist vorbereitet auf alles, was kommt und alles, was kommen könnte.

Natürlich gibt es auch Momente da überschattet die Angst alle anderen Gefühle. Da ist plötzlich kein Platz mehr für Hoffnung oder positive Gedanken. Da hat man einfach Schiss. Da hilft auch mein ganzes optimistisches Gerede nicht weiter.

In solchen Momenten muss man die Angst zulassen. Es bringt nichts davor wegzulaufen. Denn sobald du stehen bleibst, hat sie dich schon wieder eingeholt. Deshalb solltest du versuchen die Angst zu akzeptieren. Lass es zu und gib dich einfach voll deinen Gefühlen hin. Oft hilft das schon.

Auch darüber zu reden kann wahre Wunder bewirken. Ob das nun mit der besten Freundin ist oder mit jemandem, dem es ähnlich geht ist ganz unbedeutend. Meistens verstehen wir uns und unsere Gefühle erst, wenn wir es mal laut ausgesprochen haben. Vielleicht macht’s dann klick und du merkst, dass du dir viel zu viele Gedanken gemacht hast.

Hab also keine Angst davor, deine Ängste zuzugeben. Andernfalls werden sie dir nur im Weg stehen. Sei ehrlich zu dir selbst und versuche deine Gefühle zu verstehen – ohne dir dabei sinnlosen Optimismus einzureden. Sei Realist.

Angst beginnt im Kopf. Mut auch.

15 Dinge, die du tun kannst, wenn du mal wieder Panik schiebst

1. Schreib deine Gedanken nieder. Vielleicht kannst du dadurch klarer sehen.
2. Hör auf zu versuchen alles zu kontrollieren. Das Leben passiert, egal was du tust.
3. Frage dich selbst, was du jetzt brauchst.
4. Gib deinen Ängsten eine neue Definition und sehe sie als Herausforderung statt als Hindernis.
5. Mach deinen Lieblingssong an. Tanze und singe durch dein Zimmer und versuche alle Sorgen für einen Moment abzuschütteln. Danach setzt du dich mit deinen Ängsten auseinander.
6. Schau dir eine Sitcom an – Lachen ist die beste Medizin!
7. Mache einen langen Spaziergang und versuche deinen Geist zu beruhigen.
8. Versuche dich zu entspannen, zum Beispiel mit Yoga.
9. Denke an die Erfolge, die du bereits erlebt hast. Sie zählen mehr, als jeder misslungene Versuch.
10. Visualisiere deine Ängste und mache sie greifbarer.
11. Denke an die Alternativen die du hast – oft ist der steinige Weg der, der dich am Ende bis an den Gipfel führt.
12. Vertraue auf dein Bauchgefühl und dein Herz. Sie werden dich lenken.
13. Wenn es heute nicht klappt, versuche es morgen erneut.
14. Blende andere Menschen aus, versuche nicht dich mit vermeintlich Stärkeren zu vergleichen.
15. Sei du selbst und vertraue dem Menschen, den deine Ängste aus dir gemacht haben.

Janina

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