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5 Fragen an Juli von Into Sense: Über die Reise zu sich selbst

Heute darf ich euch endlich wieder eine spannende Story für meine Blogreihe „5 Fragen“ vorstellen – und zwar die inspirierende Geschichte von Juli vom Blog Into Sense. Sie spricht über Selbstliebe, Reisen und die Bedeutung des „sich-selber-Findens“. Viel Spaß beim Lesen!

Liebe Juli, vor kurzem hat deine Reise begonnen. Eine Reise durch die Welt und vor allem zu dir selbst. Wie hast du den Sprung geschafft – weg vom Burnout hin zu deinem neuen, selbstbewussten und selbst bestimmten Leben?

Hallo liebe Janina, erstmal tausend Dank für dein Interesse an meiner Story und das du mir hier die Möglichkeit gibst, meine Erfahrungen zu teilen. Ich wünsche mir, dass wir so, gemeinsam, einen Ort erschaffen, um andere Menschen zu inspirieren mehr auf ihr Herz zu hören und ein erfüllteres Leben zu führen! Wir haben alle diese tiefe Sehnsucht in uns, doch den Mut aufzubringen dieser auch nach zu gehen, ist oft beängstigend und ist mit vielen Veränderungen verbunden. Und genau da möchte ich ansetzen und einen Weg aufzeigen, der greifbar und umsetzbar ist. Raus aus dem Kopf, zurück ins Herz und rein in ein erfüllteres Leben ❤

Nun aber zu deiner Frage… dieser Sprung war ein langer Prozess und heute bin ich sehr dankbar, dass ich mir die Zeit genommen habe langsam zu wachsen. In der Phase des Zweifels, der Angst, Unsicherheit und man könnte sagen, Verlorenheit, habe ich viele Impulse verspürt – vor allem den Impuls des Wegrennens! Ich wollte sofort meinen Job kündigen und mich im Wald verstecken. Ich bin jedoch dem Rat meines Heilers und der Ärzte gefolgt und habe mich erst mal selbst geheilt, so lange, bis ich wieder in meine Kraft kam und genügend Energie hatte, um auf mein Herz zu hören und Entscheidungen zu treffen. Ich habe zu dieser Zeit das erste Mal gespürt, dass ich überhaupt nicht mit mir und meinen Gefühlen, meinem Körper und meinen Empfindungen verbunden war. Das einzig präsente war mein Kopf, meine Gedanken und mein Ego. Und genau das hat mich in dieses Burnout getrieben. Also, wie habe ich es geschafft mich wieder mit mir zu verbinden? Durch Yoga und Meditation. Diese beiden Methoden haben mein Leben verändert! Heute weiß ich, dass ich kein Einzelfall bin und das Yoga und Meditation jedem hilft. Daher möchte ich dazu aufrufen und Menschen dazu motivieren.

Durch die intensive Yoga Praxis habe ich einen Zugang zu meinem Körper gefunden. Ich habe mich wieder gespürt. Mehr und mehr. Achtsam konnte ich mich wieder wahrnehmen und habe nach kurzer Zeit die Signale meines Körpers und meine Gefühle deutlich bemerkt. Das war so eine riesige Bereicherung und hat es mir erlaubt überhaupt zu verstehen, wer und was ich bin! Denn ich bin der festen Überzeugung das wir zum Fühlen gemacht sind und nicht zum Funktionieren!

Zusätzlich habe ich durch die regelmäßige Meditation gelernt meinen Fokus zu lenken. Das hat mir zum einen ermöglicht, mich mehr auf das zu konzentrieren, was ich in meinem Leben habe möchte und zum anderen konnte ich mich dadurch von meinen Gedanken differenzieren. „Du bist nicht deine Gedanken“ – dieser Satz von Eckhart Tolle, wird für immer in meinem Kopf bleiben und war ein absoluter Game Changer in meinem Leben.

Es läuft am Ende darauf hinaus, mehr Bewusstsein aufzubauen und mit offenem Herz und neugierigem Verstand immer ein Stückchen weiter zu gehen. Ab einem gewissen Zeitpunkt, konnte ich spüren, wie ich immer mehr auf mein Herz hören konnte und dies auch umgesetzt habe. Entscheidungen zu treffen, wie meine Wohnung aufzulösen oder meinen gut bezahlten Job zu kündigen, fielen mir nicht mehr schwer, sondern fühlten sich einfach richtig an. Dieses neu entdeckte Gefühl von richtig und falsch hat mir unendlich viel Vertrauen geschenkt und den Weg in mein jetziges, neues und aufregendes Leben fast einfach gemacht.

Auf deinem Blog schreibst du, dass du den Weg zu deinem „wahren Ich“ suchst. Kannst du beschreiben, was dieses wahre Selbst ausmacht bzw. woran man es erkennt?

Mein wahres Ich ist selbstbestimmt und geleitet vom Gefühl und weniger vom Verstand. Ich habe bis zu meinem Burnout immer alles gemacht, wovon ich dachte, was ich machen soll bzw. muss. Ich bin einem logischen System gefolgt: Schule, Abi, Ausbildung, Studium, Beruf, usw. Leider hatte ich vergessen zu prüfen, ob ich das wirklich möchte. Ich war also völlig fremdbestimmt, habe alles getan, was ich durch meine Erziehung und die Gesellschaft als richtig vorgelebt bekommen habe. Es war nie wirklich meine eigene Entscheidung. Ich bin, ohne zu überlegen, dem vermeitlich „richtigen Weg“ gefolgt.

Mein „wahres Ich“ hinterfragt meine Entscheidungen und Situationen, in denen ich bin. Es, mein wahres Ich, spürt nach und ist mit meiner Intuition verbunden. Es vertraut, ist liebevoll, geduldig, empathisch und fühlt. Meine Bedürfnisse stehen im Vordergrund, ohne dabei egoistisch zu sein. Ich möchte herausfinden, was mir guttut und ein Leben erschaffen, was sich richtig und fantastisch anfühlt. Geld, materielle Werte und Statussymbole stehen dabei im Hintergrund, es geht vordergründig um das Gefühl. Nun magst du dich fragen, was mir ein gutes Gefühl nutzt, wenn ich unter der Brücke schlafen muss und nichts zu essen habe…  Solche Zweifel und Ängste hatte ich anfangs auch, habe aber schnell gemerkt, dass solange ich meinem Gefühl folge und meinem wahren Ich immer näherkomme, was auch bedeutet, dass ich aus Liebe und nicht aus Angst handle, mir so etwas nicht passieren kann. Das Universum ist für uns und nicht gegen uns. Es spielt mit und wird mich auf meinem Herzensweg begleiten. No matter what! Und genau dieses Vertrauen, lässt mich immer weiter gehen und meinen Weg finden. Dafür bin ich sehr dankbar!

Gerade erkundest du die Welt – in all ihren tollen Facetten und Wundern. Inwiefern hilft dir das Reisen dabei, dich deinen Ängsten zu stellen und zu dir selbst zu finden?

Das Reisen ist ein absoluter Katalysator! Raus aus der Komfortzone und raus aus dem Alltag… jeder Tag ist anders und es gibt einfach so viele Möglichkeiten über sich hinaus zu wachsen. Neue Orte, neue Menschen, neue Situationen, neue Möglichkeiten, alles NEU. Vieles macht mir auch Angst, viele Situationen sind ungewiss und weder strukturiert noch hervorsehbar. Ich habe fast jeden Tag die Chance mich in Hingabe und Vertrauen zu üben. Gleichzeitig lasse ich los und verändere meinen Fokus. Wenn man zum Beispiel nach 12 Stunden Busfahrt, über dunkle Schotterstraßen, bergauf, bergab gefahren ist und nach Mitternacht mitten im Dschungel steht, wo man dann zu fremden Männern auf einen Pickup steigt, die einen mitten durch den Wald in den Nationalpark fahren, kann man entweder einen Nervenzusammenbruch bekommen oder sich der Situation hingeben und vertrauen. Wenn man das schafft, beweist man sich selber, wie stark man ist. Das erschafft eine Menge Selbstvertrauen, was sich dann wieder auf andere Lebensbereiche ausweitet. Auf Reisen zu erkennen, dass man alle Möglichkeiten hat und jeden Tag genau so gestalten kann, wie man es gerne möchte, erlaubt einem die totale Freiheit zu spüren und Gefühle wie Dankbarkeit haben mehr Platz. Im Alltag kann man auch Situationen erleben, die einen herausfordern und daran wachsen, es erfordert nur mehr Bewusstsein und Anstrengung, da man tiefer in seiner Struktur steckt.

Für dich ist Selbstliebe ein Bestandteil für ein bewusstes, glückliches Leben. Wie machst du das im Alltag? Hast du bestimmte „Selfcare-Rituale“ oder ist Selbstliebe für dich eher ein dauerhafter Zustand?

Selbstliebe als dauerhafter Zustand ist das höchste Ziel. Ob ich das je erreichen kann ist noch unklar, aber jede Minute mit mehr Selbstliebe, ist eine Bereicherung für mein Leben und wert, immer weiter daran zu arbeiten. Für mich geht es bei Selbstliebe darum, meine Bedürfnisse und Gefühle anzuerkennen und diesen Raum zu geben. Gerade im Alltag, wo wir oft gestresst und sehr beschäftigt sind, ist es daher für mich enorm wichtig, inne zu halten. In mich hinein zu spüren und mir den Raum zu geben, den ich brauche. Wie bereits am Anfang gesagt, ist Yoga und Meditation für mich die beste Übung, um genau das zu tun. Das kann allerdings für jeden anders aussehen. Was für mich das Yoga ist, ist vielleicht für jemand anderen das Joggen, Malen oder Basteln. Wichtig ist nur, einen Raum und Ort zu finden, wo du dir nahe seien kannst. Wo du dich um dich kümmerst, reflektierst, in dich hineinspürst und hinterfragst, wie es dir geht und was du fühlst. Du kannst das ganz einfach üben, indem du 3x am Tag kurz in dich kehrst, ein paar tiefe Atemzüge nimmst und dich selber fragst, wie es dir gerade geht, was du gerade fühlst und wie sich die aktuelle Situation wirklich anfühlt. Dadurch wird sich dein Bewusstsein und Empfinden bereits deutlich verstärken. Eine andere super gute Übung ist das Journaling oder Tagebuch schreiben. Dabei nimmst du dir Zeit für dich und hast die Möglichkeit zu reflektieren. Schreib dir morgens früh auf, wofür du dankbar bist und notiere dir abends deine schönsten Erlebnisse des Tages! Das lässt dich mit einer guten Stimmung in den Tag starten und mit einem positiven Gefühl in den Schlaf fallen! Mache ein Date mit dir, tue dir was Gutes und erlaube dir einfach so zu sein, wie du bist! In völliger Annahme und Akzeptanz.

Wie sieht dein weiterer Plan aus? Hast du überhaupt so etwas wie einen Plan oder lässt du dein neues Ich nun einfach durchs Leben gleiten – einfach da hin wo es dich eben hintreibt?

Natürlich habe ich einen Plan!  Meinem Herz zu folgen und weiter zu wachsen, damit ich ein Leben führen kann, in dem ich aus Liebe und nicht aus Angst handle. Ich muss zugeben, dass hört sich nicht so strukturiert und geordnet an, wie ein klassischer Karriereplan… wird mich aber auch zum Ziel führen. Ich habe meine Leidenschaft fürs Schreiben entdeckt und meine Vision gefunden, so viele Menschen wie möglich zu erreichen, um mehr Bewusstsein in diese Welt zu bringen. Deshalb blogge ich jetzt über mein Leben und meine Erfahrungen. Das passiert natürlich nicht automatisch und erfordert eine Menge Disziplin und Zeit und genau deshalb werde ich für die nächsten Monate nach Medellin (Kolumbien) reisen, um mich dort ganz auf meinen Blog und meine Vision zu konzentrieren. Ich habe sehr viele Ideen, wie ich mehr Value erschaffen kann und genau das möchte ich in den nächsten Wochen umsetzen. Es wird zeitnah einen Newsletter geben und ich werde mehrere hilfreiche Tools kostenlos auf meiner Website anbieten, die diesen „Bewusstseins-Prozess“ unterstützen werden! Ich habe auch richtig Lust noch näher und intensiver mit meiner Community in Kontakt zu treten und genau dazu möchte ich die kommenden Wochen und Monate nutzen. Value erschaffen, einen Unterschied machen und das Leben so vieler Menschen wie möglich bereichern.

Ich glaube, dass das als „Plan“ ausreicht, da ich auch gelernt habe, dass sobald man eine Entscheidung trifft und einen Schritt weitergeht, sich weitere Türen öffnen und Möglichkeiten ergeben. Ich möchte mich nicht durch zu viele und zu strenge Regeln limitieren und eben genau diese Flexibilität und Offenheit bewahren. Mit dem Leben fließen, mit der Energie schwingen und immer auf meine Bedürfnisse achtgeben. Ich bin so unglaublich dankbar für jeden einzelnen Tag, jede Begegnung, jede Herausforderung und wünsche mir so sehr, ein Stückchen davon in die Welt zu tragen und einen Impact zu machen.

Janina und Juli

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Du hast auch Lust mir fünf Fragen zu einem spannenden Thema zu beantworten? Dann schreib mir per Mail an lebensbeat@gmail.com oder hinterlasse einfach einen Kommentar unter diesem Beitrag – Ich freu mich auf deine Gedanken 🙂

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3 Antworten auf „5 Fragen an Juli von Into Sense: Über die Reise zu sich selbst Hinterlasse einen Kommentar

  1. Ich bin gerade absolut begeistert und gleichermaßen fasziniert von der Art, wie du diese Fragen beantwortest. Es fühlt sich so an, als würde jeder Satz deine eigene Wahrheit widerspiegeln, dein Vertrauen in dich selbst, deine absolut klaren und reinen Vorstellungen von dem, was folgen soll, im Kontrast zu dem, was du durchgemacht hast. Ich verstecke mich oft hinter Worten, aber das hier von dir ist das komplette Gegenteil. Echt schön. Und sehr inspirierend! Vor allem.. jetzt bin ich ganz ehrlich zu dir.. hat mich das „Du bist nicht deine Gedanken“ gerade ebenfalls so tief berührt, dass mir eine Träne gekommen ist. Eben weil ich zu oft in der Welt meiner Gedanken lebe und dabei irgendwie mich selbst vergesse und mich oft frage, ob ich so auftrete wie ich tatsächlich bin. Wie gerne würde ich jetzt sagen, erzähl mir bitte mehr darüber, gerne auch in Kolumbien! 🙂

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  2. Wow!!! Tausend Dank für deinen ehrlichen, offenen und so wunderschönen Kommentar!!! Es gibt nichts schöneres als Menschen, in dem Falle dich, zu berühren und inspirieren! Schreib mir doch gerne auf meinem Blog oder Instagram 🙂

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